Sie wird kommen, die 100 schon locker überschritten!

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Die Gescherer Zeitung meldet: „Gesamtschule kommt: Nach zwei Tagen schon 110 Anmeldungen“ .

Nach zwei von fünf Tagen ist die magische Zahl von 100 Anmeldungen laut Auskunft der Bezirksregierung Münster überschritten. Ein wichtiges Ziel ist erreicht. Jetzt kommen vielleicht weitere Probleme, nämlich dann, wenn es mehr als 120 Anmeldungen werden. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder erweitert man die Zügigkeit zumindest vorübergehend auf fünf Züge, oder es muss gelost werden, wobei eventuell auswärtige Schüler in die Gescherer Gesamtschule aufgenommen und Schüler aus Gescher abgewiesen werden. Für die Erweiterung der Zügigkeit braucht man die Zustimmung der Bezirksregierung.
Und nun folgen die wichtigen nächsten Schritte: Eine Schulleitung wird gesucht – und ist vielleicht schon gefunden; die Erfahrung zeigt, dass häufig diejenigen zum Zuge kommen, die auch mit den vorbereitenden Aufgaben beauftragt wurden. Ein Gründungskollegium wird sich sicher auch aus Stellen und Stellenanteilen der bisherigen Haupt- und Realschullehrer zusammensetzen – soweit die nicht in Kürze pensioniert werden. In Zukunft geht es darum, auf einem schmalen Lehrerarbeitsmarkt die guten Lehrerinnen und Lehrer nach Gescher zu locken – und als Köder braucht man gute Voraussetzungen für Arbeiten (an der Schule) und Leben in Gescher.
Außerdem geht es darum, ein standortbezogenes Konzept zu entwickeln. Dazu braucht es einen aufgeschlossenen Schulträger und eine gute Schulkonferenz, die ja bekanntlich aus Lehrer-, Eltern- und später auch Schülervertretern besteht.

Gegen Widerstände geschafft

Ich erinnere mich an den Festakt zum hundertjährigen Jubiläum der Pankratiusschule am 10. Juni 2010. Nach meinem Vortrag stand ich mit einigen anderen Damen und Herren und Frau Kucharz, bekanntlich Schuldezernentin und Kämmerin der Stadt Gescher, zusammen. Meine Hinweise auf die Notwendigkeit einer neuen Schulstruktur für die Sekundarstufe I in Gescher wehrte sie mit dem Hinweis ab: „Wir haben keinen Handlungsbedarf!“ Ich erinnere auch an die Probleme mit biregio, mit der Heimlichtuerei in Sachen Fragebogen und vieles mehr. In diese Reihe gehört auch die Äußerung des Bürgermeisters in der Informationsveranstaltung für Eltern, es gebe keine Notwendigkeit einer neuen Schulstruktur. Er hat eine Chance vertan, sich an der Spitze einer Reform zu profilieren, stattdessen Zögern und Bedenken, unisono mit der Schuldezernentin.

Das Ergebnis ist wichtig

Neben allen anderen Aspekten ist mir die zukünftige Beschulung der potentiellen Hauptschüler immer ein Anliegen gewesen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, über den engen Rahmen der Don-Bosco-Schule in ihrer jetzigen Größenordnung hinaus ein qualifiziertes, gutes und umfangreiches Bildungsangebot wahrzunehmen.