Schul-Leben

Die bleibenden Verdienste der Hauptschule – II

Bis 1968 galt in der Volksschule und analog in der Ausbildung der Volksschullehrer eine Trennung der Geschlechter, die heute nicht mehr möglich wäre. Das drückte sich in verschiedenen Feldern aus.
Der Pausenhof war an vielen Schulen nach Geschlechtern getrennt, die Stundentafel wies den Mädchen teils andere Fächer als den Jungen zu, namentlich „Nadelarbeit“ und „Hauswirtschaft“. In der Lehrerausbildung und -prüfung blieben diese Fächer männlichen Bewerbern versperrt.

„Kinderjahre im Schatten des Hakenkreuzes“ – ein Buch von Otger Eismann

Die Autobiographie einer Kindheit im Dritten Reich – im katholischen Münsterland

Otger Eismann beschreibt seine Schulzeit von 1939 bis 1945 im Rahmen dieses Buches. Als Leitmotiv kann man erkennen, dass er bis zum Schluss unsicher war, was richtig ist – was in der Schule und im „Jungvolk“ propagiert und gelebt wurde, oder die skeptische und stark christlich geprägte Sicht in seinem Elternhaus. „Wer hatte nun Recht, das Elternhaus oder das nationalsozialistisch geprägte Umfeld in Schule und Gesellschaft?“ fragt er im „Klappentext“.

Von dreißig auf vier: Vom Ende der Hauptschule im Kreis Borken

Schon im Jahr 2018 habe ich einen Post mit einer Liste der auslaufenden, der bereits geschlossenen und der wenigen verbliebenen Hauptschulen im Kreis Borken veröffentlicht. Was sich damals abzeichnete, hat sich bewahrheitet. Auf der Seite des Schulamtes für den Kreis Borken sind nur noch vier Hauptschulen aufgeführt: zwei in Bocholt, eine in Borken, eine in Stadtlohn. Von den beiden Bocholter Hauptschulen wird eine öffentliche, katholische Konfessionsschule geführt.