Schul-Leben

Die Schulreform von 1968 veränderte die Ausbildung der Volksschullehrer fundamental

Die Umsetzung der bundesweiten Schulreform des Jahres 1968 in Nordrhein-Westfalen ist auch Thema in diesem Beitrag. Neben den Veränderungen in der Schulorganisation, der Teilung der Volksschule in eine vierjährige Grundschule und eine fünfjährige Hauptschule, gab es eine Reihe inhaltlicher Neuerungen. In beiden Schulstufen sollte unter anderem die Fachlichkeit eine größere Rolle als bisher spielen, die Hauptschule wurde zur „weiterführenden Schule“ befördert und die Lehrerausbildung den neuen Gegebenheiten angepasst.

Die bleibenden Verdienste der Hauptschule I

Durchlässigkeit zwischen den Schulformen der Sekundarstufe I ist eine der wichtigsten Errungenschaften nach Einführung der Hauptschule im Jahr 1968. Mit dem qualifizierten Hauptschulabschluss und erfolgreichem Besuch der Klasse 10 (später 10 Typ B) war die Fachoberschulreife ohne Zeitverzug erreichbar, damit auch – bei – bestimmten Leistungen – der Weg in die gymnasiale Oberstufe.

Von dreißig auf vier: Vom Ende der Hauptschule im Kreis Borken

Schon im Jahr 2018 habe ich einen Post mit einer Liste der auslaufenden, der bereits geschlossenen und der wenigen verbliebenen Hauptschulen im Kreis Borken veröffentlicht. Was sich damals abzeichnete, hat sich bewahrheitet. Auf der Seite des Schulamtes für den Kreis Borken sind nur noch vier Hauptschulen aufgeführt: zwei in Bocholt, eine in Borken, eine in Stadtlohn. Von den beiden Bocholter Hauptschulen wird eine öffentliche, katholische Konfessionsschule geführt.