Schul-Leben

Die Schulreform von 1968 veränderte die Ausbildung der Volksschullehrer fundamental

Die Umsetzung der bundesweiten Schulreform des Jahres 1968 in Nordrhein-Westfalen ist auch Thema in diesem Beitrag. Neben den Veränderungen in der Schulorganisation, der Teilung der Volksschule in eine vierjährige Grundschule und eine fünfjährige Hauptschule, gab es eine Reihe inhaltlicher Neuerungen. In beiden Schulstufen sollte unter anderem die Fachlichkeit eine größere Rolle als bisher spielen, die Hauptschule wurde zur „weiterführenden Schule“ befördert und die Lehrerausbildung den neuen Gegebenheiten angepasst.

Bildung und Religion

Der Untertitel „Nur einem bildsamen Wesen kann ein Gott sich offenbaren“ enthält Schlüsselbegriffe zum Verständnis des Buches, dessen präzise Sprache und klare Systematik sich dem erschließt, der sich auf den nicht immer einfachen Weg durch die Texte macht, die anlassbezogen unterschiedliche Themenschwerpunkte setzen. Dietrich Benner, emeritierter Professor der Humboldt-Universität Berlin für Allgemeine Erziehungswissenschaft, geht es dabei nicht um spekulative Theologie, sondern um „Bildsamkeit“ als pädagogischen und „göttliche Ebenbildlichkeit des Menschen“ als theologischen Begriff. Erziehungs- und bildungstheoretische Fragestellungen, Erfordernisse der kulturellen Tradierungsprozesse und Probleme einer angemessenen Institutionalisierung religiöser Erziehung und Bildung in öffentlichen Schulen leiten ihn dabei.