Schul-Leben

Die Schulreform von 1968 veränderte die Ausbildung der Volksschullehrer fundamental

Die Umsetzung der bundesweiten Schulreform des Jahres 1968 in Nordrhein-Westfalen ist auch Thema in diesem Beitrag. Neben den Veränderungen in der Schulorganisation, der Teilung der Volksschule in eine vierjährige Grundschule und eine fünfjährige Hauptschule, gab es eine Reihe inhaltlicher Neuerungen. In beiden Schulstufen sollte unter anderem die Fachlichkeit eine größere Rolle als bisher spielen, die Hauptschule wurde zur „weiterführenden Schule“ befördert und die Lehrerausbildung den neuen Gegebenheiten angepasst.

Die bleibenden Verdienste der Hauptschule – II

Bis 1968 galt in der Volksschule und analog in der Ausbildung der Volksschullehrer eine Trennung der Geschlechter, die heute nicht mehr möglich wäre. Das drückte sich in verschiedenen Feldern aus.
Der Pausenhof war an vielen Schulen nach Geschlechtern getrennt, die Stundentafel wies den Mädchen teils andere Fächer als den Jungen zu, namentlich „Nadelarbeit“ und „Hauswirtschaft“. In der Lehrerausbildung und -prüfung blieben diese Fächer männlichen Bewerbern versperrt.

„Kinderjahre im Schatten des Hakenkreuzes“ – ein Buch von Otger Eismann

Die Autobiographie einer Kindheit im Dritten Reich – im katholischen Münsterland

Otger Eismann beschreibt seine Schulzeit von 1939 bis 1945 im Rahmen dieses Buches. Als Leitmotiv kann man erkennen, dass er bis zum Schluss unsicher war, was richtig ist – was in der Schule und im „Jungvolk“ propagiert und gelebt wurde, oder die skeptische und stark christlich geprägte Sicht in seinem Elternhaus. „Wer hatte nun Recht, das Elternhaus oder das nationalsozialistisch geprägte Umfeld in Schule und Gesellschaft?“ fragt er im „Klappentext“.